Wie arbeitet das Unterbewusstsein?
Das Unterbewusstsein ist mit einer riesigen Datenbank vergleichbar.
Dinge, die wir regelmäßig wiederholen, gleiten ins Unterbewusstsein und entlasten so die Kapazität unseres Gehirns.
Wer regelmäßig Auto fährt kennt das, denn er kann problemlos beim Fahren telefonieren, nachdenken, Musik hören und kommt dennoch fast automatisch ans Ziel.
Alle Vorgänge geschehen nebenbei, da sie bereits im Unterbewusstsein verankert sind.
Auch Dinge, die unser bewusster Verstand für irrelevant hält, werden ins Unterbewusstsein verschoben, so dass sie häufig in Vergessenheit geraten. Im Unterbewusstsein bleiben sie jedoch gespeichert.
Während unser bewusster Verstand nach Ursache und Wirkung sucht, über Vergangenheit oder Zukunft nachdenkt, denkt das Unterbewusstsein "wörtlich" und ist ständig in der Gegenwart.
Es kennt nur das JETZT. Es speichert zwar alles, aber es "denkt" nicht wie der Verstand an vergangene Dinge, sondern nimmt diese als Gegenwart wahr. Ihm fehlt also die Möglichkeit linearen, chronologischen Denkens.
Stattdessen stellt es Verknüpfungen her.
Und häufig entstehen Verknüpfungen, die für uns logisch absolut nicht nachvollziehbar sind.
Evolutionär dient dieser Mechanismus dem Ziel zu überleben.
Je höher die emotionale Aufladung eines Erlebnisses ist, desto mehr Verbindungen baut die Datenbank auf, denn das Unterbewusstsein weiß, je emotionaler ein Erlebnis ist, umso gefährlicher ist es wahrscheinlich.
Hier ein Beispiel:
Wenn du gerade mit Deiner Familie auf einer Wiese sitzt, hörst die Vögel zwitschern, den Bach rauschen, die Kinder lachen etc, und dann kommt ein Wolf daher...
Dann hast Du hoffentlich etwas dabei, was laut knallt, und ihn in die Flucht schlägt.
Ihr beschließt euer Picknick zu beenden, packt alles ein, fahrt beim Förster vorbei und meldet dort, dass ihr einen Wolf gesehen habt. Alles ging gut aus.
Und dennoch wird Dein Unterbewusstsein alles Erlebte und Erfahrene aus dieser Situation speichern, es wird sich an alles erinnern, was in diesem Moment der Wolfsbegegnung vor sich ging. Alles wurde sozusagen aufgezeichnet.
Wegen der emotionalen Ladung in dieser Situation (der Angst um Dich selbst oder um die Kinder), hat das Unterbewusstsein diese Sache als wichtig erachtet, und einen Datensatz erstellt.
Wenn Du also eine Begegnung als kleines oder großes Trauma erlebst, dann startet automatisch eine Aufzeichnung, die alles rundherum beinhaltet. Es entstehen Trigger, Verknüpfungen, Daten, Informationen rund um diese Situation.
Jahre später schaust Du Dir einen Film an, in dem ein Wolf auftaucht.
Das triggert Dich und löst etwas in Dir aus, weil Du eine ähnliche Begegnung hattest.
Jetzt wird Deiner "Wolfsdatenbank" noch eine weitere Verknüpfung hinzugefügt, es beginnt wieder eine Aufzeichnung – während du auf der Couch sitzt, einen Film anschaust und Popcorn isst...
Dadurch kann eine Unverträglichkeit von Inhaltsstoffen des Popcorns entstehen, denn Popcorn gehört ab jetzt zu einer Situation mit emotionaler Aufladung, und die Art, wie Dein Körper ab sofort darauf reagiert, hat sich verändert.
Vieles von dem, was wir hier entdecken, scheint vollkommen irrational, denn das Unterbewusstsein hat eine andere Vorgehensweise als unser Verstand.
Genau das ist jedoch der Grund, warum wir uns bei dieser energetischen Arbeit damit verbinden:
Weil wir dort alles finden und los lassen können, was uns beeinflusst, von dem unser bewusster Verstand jedoch keine Kenntnis (mehr) hat.
